Der Weg ins Cockpit

Helikopterfliegen ist für einen Menschen die kompletteste Art, sich in der dritten Dimension zu bewegen. Die Faszination, mit einem Fluggerät senkrecht zu steigen, vor-, rückwärts und seitwärts zu fliegen oder an Ort zu schweben, drängt immer noch unzählige Leute dazu, sich zum Piloten ausbilden zu lassen.

Wer mindestens 17 jährig ist, sich eine gute Gesundheit und einen ebenso guten Leumund bescheinigen lassen kann, der erhält einen Lehrflugausweis für Privathelikopterpiloten. Bei normalen geistigen und motorischen Fähigkeiten ist das fliegerische Handwerk in mindestens 45 Stunden durchaus lernbar.


Weitaus anspruchsvoller gestaltet sich für viele Jungpiloten die theoretische Ausbildung: Meteorologie, Navigation, menschliches Leistungsvermögen, Luftrecht und Flugfunk sind die selben Fächer wie für Flugzeugpiloten, allgemeinde Luftfahrzeugkenntnisse, Flugleistungen und Flugplanung, Betriebsverfahren sowie Grundlagen des Fluges sind die helikopterspezifischen Prüfungsfächer.


Wer sich nach dem Erwerb der Privathelikopterlizenz zum Berufhelikopterpiloten ausbilden lassen will, der muss alle erwähnten Fächer praktisch und theoretisch nochmals ablegen, jedoch natürlich mit ziemlich gesteigerten Anforderungen.


Je nach Helikoptertyp auf dem die Schulung erfolgt, sind auch die Kosten unterschiedlich. Sie betragen für den Privatpiloten von etwas mehr als 35'000 Franken (nur Kolbenhelikopter) bis über 65'000 Franken (nur Turbinenhelikopter).


Die Ausbildung von Anfang bis zum Berufshelikopterpiloten kostet je nach Variante 85'000 bis 150'000 Franken. Dieser Ausweis garantiert indes noch keineswegs eine Anstellung bei einer Unternehmung. Die mindestens ebenso hohe Hürde wie die Ausbildung selber stellen die ersten 1000 Flugstunden dar.


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